Liebe Freunde des OSM,
ein kurzer Rückblick, ehe wir uns wieder in das turbulente Chaos des KONFLIKTS 17 „Drohung aus dem All“ stürzen, in dem sich derzeit die Geschehnisse überschlagen.
Inzwischen haben Terry Jones, Raskorw und die vielfältige Crew des Rontat-Zentralraumers STAR Oki Stanwer im Wega-System gerettet, nachdem sie zuvor von der Zeitspindel im Zolog-System in die Urzeit des KONFLIKTS 17 verschlagen wurden und hier die Baumeister trafen, die sie zurückkehren ließen.
Nach der Entdeckung, dass TOTAMS Schergen das Solsystem entvölkert haben, hat Oki Stanwer sie mit argumentativer Hilfe des SELAG überzeugt, dass es sinnvoller sein würde, die verschollene Spezies der Rontat zu suchen und danach den eigentlichen Antagonisten im KONFLIKT, die Macht TOTAM, zu konfrontieren.
So brechen sie also auf, über einen Drei-Stufen-Weg das Versteck der Rontat ausfindig zu machen. Stufe 1 war das Zolog-System, das inzwischen ausgeschaltet ist. Der zweite Teil des Weges ist das Moloch-System, wo die STAR als Feindschiff identifiziert und angegriffen wird … und dann greift die Sonne des Systems selbst an, wie es scheint …
Episode 56: SONNENKRIEG
(1986, digitalisiert 2010)
Fortsetzung der STAR-Handlungsschiene: Moloch-System
Oki Stanwer und Gefährten sind auf dem dritten Trabanten des Moloch-Systems gelandet und haben hier ein Totenschiff entdeckt – nämlich den terranischen Forschungsraumer ORPHEUS, dessen Besatzung dem infamen „blassen Netz“ der Gruum-Station zum Opfer gefallen ist (vgl. Bd. 37). Als es erneut aktiviert wird und auch die Besatzung der STAR zusammenbricht, geht der SELAG initiativ in den Kampf und zwingt die mobile Gruum-Station der All-Hüter dazu, ihr Versteck aufzugeben und die Welt, die eigentlich zum Drei-Phasen-Weg der Rontat gehört, aufzugeben. Das wird ihr zum Verhängnis, die Station wird rigoros von den Abwehrmechanismen des Systems vernichtet.
Doch dann attackiert das System auch die STAR, die als weiteres Feindschiff ausgemacht wurde. Die Attacke wird erst mit massierter Sonnenenergie versucht, und dann werden ernsthaft die mörderischen Schillerfeldwaffen gegen die STAR eingesetzt!
Der SELAG versetzt die STAR nur um Minuten zurück und schickt nun, in massive Tarnfelder gehüllt, Ghost-Beiboote zum Planeten zurück, um Oki Stanwer und seine Gefährten wieder an Bord zu holen, ehe die Schillerfeldwaffen wirksam werden können, denen ohne Erzeugung eines Zeitparadoxons nicht mehr auszuweichen ist.
Als die Bergung gelungen ist, verschmelzen die beiden STAR-Varianten wieder miteinander, und der Rontat-Raumer wird von den entfesselten Gewalten mitgerissen in ein bizarres anderes Kontinuum.
Als die Besatzung wieder zu sich kommt, ist der SELAG zerstört und das Schiff damit effektiv ein Wrack. Nach seiner letzten Meldung sind die Ghosts aber noch einsatzfähig. Bis auf ein Todesopfer sind alle Mitglieder der Besatzung noch am Leben, aber sie scheinen am Ende ihres Weges angelangt zu sein.
Oki Stanwer schickt vorsichtig einige Ghosts los auf Erkundung des bizarren violetten Kontinuums, das der SELAG als „Gefilde des Wahnsinns“ bezeichnet hat.
Und hier stoßen sie nun auf Rontat-Schiffe … auf Hunderte davon …
Ende der Episode (gemein, ich weiß).
Episode 57: Invasion der Micaroii
(1986, digitalisiert 2010)
Blende ins Reich der Sylons:
Im Sylonak-System haben die All-Hüter schon vor Monaten gefangene und konditionierte Terraner angesiedelt und ihnen eine neue völkische Identität als Sylons gegeben. Außerdem wurde ihnen einprogrammiert, dass sie die All-Hüter als Wohltäter und Beschützer anerkennen.
Doch inzwischen haben Späher der Micaroii das System entdeckt – sie konnten zwar bekämpft werden, doch einer von ihnen hat die Flucht geschafft und mobilisiert nun die am Rand der Galaxis lauernden Micaroii-Heere TOTAMS.
Als nun die Micaroii-Verbände ins Sylonak-System einfallen, sucht der Sylon-Repräsentant Khonar die Kontaktstelle der All-Hüter auf, um die Leitungsinstanz der All-Hüter, Z-NULL, um verstärkte Truppenpräsenz zu bitten.
Doch die erbetene Hilfe wird abschlägig beschieden. Schlimmer noch! Z-NULL sagt explizit: „Das Projekt SYLONAK wird mit sofortiger Wirkung von der Unterstützung durch Z-NULL ausgeschlossen. Der Rückweg ins Doppel-Imperium ist verschlossen … Hilfe kann nicht gewährleistet werden.“
Ein Alptraum wird wahr!
Episode 58: Der fünfte Helfer
(1986, digitalisiert 2010)
Blende zum Rand der Galaxis: LEUCHTENDE FLOTTE
Schon in Band 50 tauchte die LEUCHTENDE FLOTTE unter der Leitung des Helfers des Lichts Klivies Kleines auf und versuchte damals, im direkten Umfeld des Fünf-Planeten-Walls zu intervenieren … mit der Konsequenz, dass sowohl die TOTAM-Schiffe als auch die Flotte selbst durch Entropiewaffensysteme aus dem Wall attackiert wurde und sich zurückziehen musste.
Nun schickt der amtierende Matrixkoordinator des KONFLIKTS 17, der LEUCHTENDE, den Ritter vom Goldkristall – einen alten Bekannten namens Ekkon! – zur LEUCHTENDEN FLOTTE, um mit dessen Hilfe das verborgene Zentrum der All-Hüter aufzuspüren und deren Zentralinstanz Z-NULL zur Vernunft zu bringen.
Zunächst allerdings erweist sich die Zusammenarbeit zwischen Ekkon und Kleines als äußerst konfliktgeladen, da beide sehr genau noch wissen, was im vergangenen KONFLIKT geschehen ist. Als sie sich zusammengerauft haben, gelingt es ihnen, ein verstecktes Sonnensystem ausfindig zu machen, das auch über einen Neutronenstern verfügt und massiv von Streitkräften der All-Hüter geschützt wird. Das geschieht parallel zu den Ereignissen, die derzeit im Sylonak-System toben.
Z-NULL zeigt sich in der Kommunikation als außerordentlich hartleibig und beratungsresistent. Schlimmer noch – Z-NULL stuft die Lichtflotte als Feindmacht ein, weil nämlich die Transition der Leuchtenden Flotte ins Reich der All-Hüter zur Mobilisierung von TOTAMS Truppen geführt hat, die nun ebenfalls zum Angriff übergehen.
Verständlicherweise zieht Z-NULL daraufhin alle verfügbaren Kräfte im Zentrum zusammen und lässt so die Sylons im Stich, die der Micaroii-Invasion erliegen …
Episode 59: Gefahr aus dem Halo
(1986, digitalisiert 2010)
Fortsetzung der Handlungsschiene um Kleines und Ekkon:
Im Sonnensystem, in dem die Zentralmacht der All-Hüter, Z-NULL, existiert, wird erbittert gekämpft. Während Einheiten der Leuchtenden Flotte zusammen mit All-Hüter-Kontingenten gegen eingedrungene TOTAM-Schlachtschiffe kämpfen, entscheidet Klivies Kleines, dass er und Ekkon versuchen wollen, die Dinge zu ihren Gunsten zu verändern. Er selbst will nun direkt Z-NULL aufsuchen, um den uralten ZYNEEGHAR NULL der Baumeister wieder auf Lichtkurs zu lenken. Ekkon wird zum Planeten Zhuor im Sonnensystem transmittiert, um dort die All-Hüter zur Vernunft zu bringen.
Während im Reich der Sylons das ausweglose Gemetzel fortschreitet und die wenigen verbliebenen Einheiten der All-Hüter auf verlorenem Posten stehen, treffen Kleines und Ekkon an ihren Zielorten ein.
Ekkon wird von einer Patrouille von All-Hütern gestellt und soll gefangen genommen werden … aber dann wird die Patrouille selbst aus dem Hinterhalt attackiert!
Und weit jenseits der Systemgrenzen nähert sich das nächste Verhängnis mit der Gnadenlosigkeit einer Lawine: Die SCHWARZE MAUER, die nur noch 67 Lichtjahre von Zhuor entfernt ist und ihr Tempo verlangsamt hat.
Es bleiben nur noch vier Tage bis zur unausweichlich scheinenden Vernichtung des Sonnensystems … den Beauftragten des Lichts wie auch den All-Hütern läuft die Zeit immer schneller davon …!
Episode 60: Vorboten der Vernichtung
(1986, digitalisiert 2010)
Fortsetzung der Handlungsschiene um Kleines und Ekkon:
Klivies Kleines erreicht tatsächlich die technischen Eingeweide des ZYNEEGHARS NULL, doch was dort weiter mit ihm passiert, bleibt für den Moment ungewiss.
Ekkon, der Ritter vom Goldkristall, gerät auf dem Planeten Zhuor, der erstaunlich parkähnlich gestaltet ist, was zu den robotischen All-Hütern so gar nicht passt, erst an eine Patrouille und dann an Gegner, die die Roboter aus dem Hinterhalt angreifen und vernichten – sie beteuern, Ekkon vor den All-Hütern retten zu wollen.
Als der kleinwüchsige Ritter seine Retter zu Gesicht bekommt, ist er höchst verwirrt – es sind tonnenförmige Roboter mit kuppelartigen Köpfen: All-Hüter.
Nein, erfährt er, sie sind eben KEINE All-Hüter! Sie sind vielmehr Angehörige einer Untergrundbewegung! Wenig später erklären ihm die Wesen, die physiologisch von den Robotern nicht unterscheidbar sind, woran das liegt: Sie entstammen den Nachkommen der Spezies der Qoon, das sind die ursprünglichen Bewohner des Planeten Zhuor, die vor vielen Jahrtausenden die All-Hüter zu Hilfe riefen, als ihre eine Sonne im Doppelsonnensystem zu kollabieren begann.
Der mondgroße ZYNEEGHAR Z-NULL tauchte mit den robotischen Schergen der All-Hüter auf und verhinderte den vollständigen Systemuntergang … aber der Preis bestand darin, dass nun die Qoon nach und nach auf Gehirne reduziert und in die All-Hüter-Körper eingepflanzt wurden. Ihre Erinnerungen wurden weitgehend gelöscht, und erst, als sie viele Jahrhunderte später die Ruinen der Qoon wieder entdeckten und deren Aufzeichnungen, wurde deutlich, was für Verbrechen Z-NULL eigentlich begangen hatte.
So entstand nach und nach die Untergrundbewegung.
Durch die Erzählung der Qoon kommt noch mehr ans Tageslicht – etwa, wie es zu der verheerenden Feindschaft mit den Rontat kam und warum die All-Hüter gezwungen waren, die humanoide Spezies der Weelon so zu manipulieren, dass in ihren Genen der Hass auf die Rontat verankert wurde.
Ekkon begreift bestürzt, dass Z-NULL vollständig gestört ist.
Z-NULL hält sich für den Ursprung aller intelligenten Lebensformen im Universum, ja, sogar für den Erschaffer TOTAMS selbst! Und alles, was nicht nach Z-NULLS „Regeln“ funktioniert, wird als entartet eingestuft. Im Extremfall, und das demonstrieren die All-Hüter als Exekutoren von Z-NULLS Willen, werden aufgrund dieser „göttlichen“ Doktrin ganze Völker unterjocht, mental vergewaltigt, umgesiedelt, gegebenenfalls ausgelöscht … alles, was die All-Hüter seit ihrem Wiedererwachen in dieser Serie darum angerichtet haben, gilt in Z-NULLS Sinne als völlig legitimes Vorgehen.
Während Ekkon das begreift, breitet sich im System Zhuor durch die Anwendung uralter Waffen, mit denen TOTAMS Invasion abgewendet werden soll, ein dimensionaler Riss aus, der auf den Planeten Zhuor zielt. Um zu verhindern, dass Klivies Kleines und Ekkon in Lebensgefahr geraten (in der sie allerdings längst schweben), opfert sich ein Teil der Leuchtenden Flotte, der Rest zieht sich zurück.
Ekkon beschließt schlussendlich, zu Kleines ins Herz des verrückten ZYNEEGHARS vorzustoßen. Die Qoon besitzen noch einen letzten geheimen Transmitterpol, mit dem das möglich ist … doch als Ekkon abgestrahlt wird, erlischt sein Impuls, bevor er Z-NULL erreichen kann.
Damit scheint alle Hoffnung endgültig vergangen zu sein … aber ob dem tatsächlich so ist, das erfahrt ihr im nächsten Teil dieser Artikelserie.
In der kommenden Woche schwenken wir wieder vollkommen um. Im Rahmen der Artikelreihe zu meinen Langzeitprojekten erzähle ich dann buchstäblich eine Geschichte, die in einem Urwald spielt, nämlich im dichten Dschungelhinterland der Archipel-Insel Coorin-Yaan, wo einer jungen Frau atemberaubender Schrecken bevorsteht.
Bis dann also, mit
Oki Stanwers Gruß,
euer Uwe.