Liebe Freunde des OSM,
wie schon in verschiedenen begonnenen Roman-Langzeitprojekten erörtert, ist das von mir so genannte „Erotic Empire“ in der relativ fernen Zukunft der Menschheit eine Sphäre, in der besonders allein reisende, abenteuerlustige Frauen jählings in ihrer ursprünglichen Lebensplanung ausscheren … oder ausgeschert werden, muss man sagen. Denn in der Regel sind es Abenteuer, die ohne ihr aktives Zutun einen vollkommen anderen Verlauf nehmen als erhofft.
So verhält es sich auch in dem Fall dieser Geschichte, die ich heute skizzieren möchte. Begonnen wurde „Die Paradies-Falle“ am 10. August 2007, und sie umfasst inzwischen gut 40 Textseiten. Im Grunde genommen wird darin weitestgehend der gesamte Handlungsbogen skizziert, aber wie unschwer zu vermuten ist, liegt es mal wieder an den Details, warum diese Geschichte nicht ausgearbeitet wird und immer so vor sich hindümpelt. Gelegentlich mache ich immer wieder Stippvisiten darin, feile Szenen nach, formuliere um, streiche Passagen und füge Details hinzu.
Dennoch ist zu betonen, dass die Geschichte, die vermutlich Novellenlänge erreichen dürfte, wenn sie voll ausformuliert ist, schätzungsweise ein open end besitzen wird, also wie so viele andere zentral erotische Geschichten in der Aporie enden dürfte. Das ist zumindest gegenwärtig meine Vermutung. Aber man kann natürlich nie wissen, was mein Unterbewusstsein noch so alles ausbrütet. Mitunter kommt es kurios anders als ursprünglich gedacht.
Zwei Beispiele aus anderen Welten mögen das verdeutlichen:
Im KONFLIKT 16 „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ nahm ich im Jahre 1992 an, die Serie hatte zu der Zeit schon neun Schreibjahre hinter sich, und das war für damalige Verhältnisse an einer OSM-Serie wirklich extrem viel, also, ich nahm damals an, die Serie würde etwa 75 Episoden bekommen. Und ich konzipierte die Serie entsprechend schon mal skizzenhaft vor … wie ihr inzwischen natürlich wisst, war das völlig närrisch, denn bis Ende des Jahres 1992 kam die Serie schon rasant auf 56 Bände, und schließlich erreichte sie 125 Episoden, ehe ich sie abschließen konnte.
Gründlich verspekuliert.
Beispiel 2: Die Serie „Horrorwelt“ schien 1998 vollkommen festgefahren, die ganze Welt versank in Mord und Totschlag, und ich sah so überhaupt kein Licht mehr … und ließ die Serie in analoger Fassung bis zum Jahre 2019 einfach liegen. Dann packte mich der Rappel, und ich digitalisierte sie komplett und begann damit, sie glossarisch zu erschließen … und mit einem Mal sah ich völlig neue Entwicklungspfade aufflammen, die ich mir damals nicht hatte vorstellen können. Inzwischen hat die Serie im Handumdrehen Band 200 überwunden.
Ah, und was für ein phantastischer Band 200! So etwas hätte ich mir 1998 nicht mal entfernt vorstellen können.
So kann es also durchaus sein, dass einfach verstreichende Zeit meinen Sinn vollkommen wandelt. Vielleicht betrifft das also auch das Ende dieser Geschichte, von der ich jetzt schon ziemlich abgeschweift bin. Verzeiht.
Also, worum geht es in „Die Paradies-Falle“?
Wir folgen einer abenteuerlustigen, 23jährigen Terranerin namens Monique Dulaine von der Erde auf eine 81 Lichtjahre von Terra entfernt liegende Kolonialwelt. Sie heißt passenderweise „Bluesea III“, weil der Großteil ihrer Oberfläche aus warmen Ozeanen besteht, gesprenkelt mit Tausenden von Atollen und größeren Inseln. Sie ist sehr dünn besiedelt und wird sukzessive als Touristenplanet ausgebaut.
Monique, eine bronzehäutige, dunkelmähnige und ungebundene Schönheit, arbeitet auf der Erde als mäßig bezahlte Casinohelferin in Monaco und lernt hier einen attraktiven Mann kennen, Jean. Nachdem sie mit dem smarten, durchtrainierten Kerl unversehens im Bett gelandet ist, stellt sich heraus, dass Jean (ein Nachname existiert in der Geschichte noch nicht, der muss noch gefunden werden) ein Millionär ist, der nur zu Besuch auf der Erde ist.
Er stammt eigentlich von der Kolonialwelt Bluesea III, und da Monique ihm gefällt, lädt er sie großzügig ein, sie doch dorthin zu begleiten.
Da das Mädchen noch nie im Weltraum war – im 22. Jahrhundert immer noch ein Luxus für die sehr gut Betuchten oder halt Forscher diverser Unversitätsinstitute und Regierungen – , nimmt Monique natürlich begeistert an. Das Abenteuer lockt … und möglicherweise auch noch sehr viel mehr Sex mit Jean … beide Erwartungen sollen voll umfänglich in Erfüllung gehen, aber diese Wünsche haben zudem einen giftigen Stachel.
Bluesea III ist tatsächlich ein Traum von einer Welt, ganz so, als habe man die unverschmutzte Südsee der Erde auf Planetenformat aufgeblasen und um einen neuen Stern kreisen lassen. Die Tagestemperaturen bewegen sich im Bereich von 28-35 Grad positiv, es gibt kaum Gezeiten, der Salzgehalt des Meeres ist fünf Prozent niedriger als auf der Erde, und an gestanden Mannsbildern wimmelt es hier in der Hafenstadt Hangaroa, wo die Zubringer-Raumfähre schließlich landet, als der Flug endet.
Jean hat noch eine Überraschung für Monique: Er hat eine eigene Insel, zu der sie nun vom Skipper David Ashley hinausgefahren werden. Das Abenteuer wird immer toller für Monique, die ganz hin und weg ist. Ashley ist von Monique sichtlich angetan, aber sie hält sich ganz an Jean und ist froh, dass er Ashley keine Hand an sie legen darf. Das darf nur Jean!
Den ersten Riss in der scheinbar perfekten Fassade erleidet dieser Traumurlaub, als sie Jeans Insel erreichen – abgesehen von seinem Luxusanwesen ist sie nach seinen Angaben vollkommen unbewohnt … doch wer, zum Teufel, ist dann diese braungebrannte Blondine, die ihnen entgegenstürmt?
Eine splitterfasernackte Blondine, die Jean außerordentlich devot als ihren „Herrn und Gebieter“ empfängt.
Dass da ein Stachel Eifersucht in Monique aufflammt, ist ja wohl völlig selbstverständlich. Sie versteht die Lage noch in keiner Weise, aber das soll sich rasch ändern.
Das Mädchen namens Rachel bleibt im Umgang mit Monique rätselhaft verschlossen. Es scheint keinerlei Kleidung zu besitzen und assistiert der Touristin, während Monique ein Bad nimmt, um sich den Schweiß der Reise von Hangaroa abzuspülen.
Und wenig später verlässt Rachel mit David Ashley die Insel … Monique bekommt jedoch noch mit, dass er das blonde Mädel zuvor ordentlich flach gelegt hat.
Dann muss sie zu ihrem Unglauben entdecken, dass Ashley ihren Koffer mit den eigenen Klamotten wieder mit nach Hangaroa genommen hat … und ebenfalls die Kleidungsstücke, die sie vor dem Baden ausgezogen hat.
Jean zieht Monique nun auch noch das Badehandtuch weg, als sie empört auf die Terrasse tritt, und macht unmissverständlich klar, dass er schließlich der Herr auf der Insel ist, und er wünscht, dass sein schöner Gast während des Aufenthaltes hier genau so bleibt, wie sie ist.
Nackt.
Da sie allerdings allein hier sind und die Konsequenz von Moniques Nacktheit kurz darauf höchst befriedigender Sex ist, hält sie das noch für eine erregende Marotte, die ziemlich sicher höchst luststeigernd sein wird, wenn auch – im Grunde genommen – eine ziemliche Zumutung.
Also akzeptiert sie dieses Diktat, und es schließen sich eine Reihe wirklich heißer Tage voller Leidenschaft an.
Doch dann zieht Jean die Zügel an. Er beginnt Monique zunehmend zu erniedrigen. Er zwingt sie rigoros, im nackten Zustand sein Haus in Ordnung zu halten und zu reinigen. Schließlich macht er unmissverständlich klar, dass sie etwas „Lerneifer“ an den Tag legen soll.
Monique versteht nicht recht, was er meint.
Nun, verdeutlicht er, am besten sei es, sie gewöhne sich im Rahmen eines heißen Rollenspiels, von sich als „Muriel“ zu denken und zu reden. „Muriel“, erläutert der Millionär weiter, sei eine schöne und dauerhaft nackte Inselbewohnerin, deren größtes Vergnügen darin bestehe, einem „Herrn“ sexuell den Tag zu versüßen.
Binnen weniger Tage wird sie dazu gezwungen, diese Rolle anzunehmen, was Kniefälle, devote Ergebenheitsschwüre und Ähnliches einschließt. Ist sie ihm darin zu langsam oder zu unwillig, kommt es durchaus auch zu physischen Bestrafungs- und Züchtigungsaktionen, die Moniques Widerstand rasch weiter verringern und zunehmende Ergebenheit erzwingen.
Schließlich kommt dann der Tag, an dem wieder ein Boot anlegt. In der Zwischenzeit hat Jean seinen schönen nackten Gast so dressiert, dass Monique von sich als von seiner „gehorsamen Inselhure Muriel“ spricht … und Jean erklärt ihr nun, dass er für eine Weile weg sein werde. Damit sie aber keine Langeweile leide und nicht „einroste“, werde es natürlich Männer geben, die hier nach dem Rechten sähen … und die dafür ebenfalls Anspruch auf ihre „vollen Leistungen“ haben.
Bestürzt beginnt Monique zu verstehen, dass das offensichtlich auf Jeans Reiseziel hindeutet – er fliegt wieder zur Erde. Und es kann dementsprechend Monate dauern, bis er wieder hier ist!
Sie soll auch weiterhin hier als Gast auf der Insel Urlaub machen.
Einen hübschen Paradiesurlaub.
Als nackte Insulanerin.
Und als niemand Geringeres als David Ashley nun landet, ihr stockendes, verständlicherweise ungläubig gestottertes „Gelübde“ anhört und dann Jean lächelnd verabschiedet, wird ihr endgültig klar, dass Ashley das alles schon in Hangaroa gewusst haben muss.
Dass er sie nackt sehen und all ihre sexuellen Dienstleistungen würde in Anspruch nehmen können.
So kommt es dann auch.
In den folgenden Tagen und Wochen ist sie erst Ashley und schließlich einer wechselnden Reihe von „Gebietern“ zu Willen als „Hure Muriel“, der die stete Nacktheit und Schamlosigkeit als selbstverständliche „Kleidungsordnung“ auferlegt wird.
Tatsächlich hat sie mehr als je zuvor Sex, jeden einzelnen Tag, um genau zu sein. Und mit jedem neuen „Herrn“ wiederholt und professionalisiert sich „Muriels“ Attitüde: Das nackte Knien im Sand vor den neuen Gebietern. Das stetig energischere Aufsagen des sexuellen Dienstgelübdes. Der ständige Sex, den sie hat.
Bald beginnt sie zu begreifen, dass Rachel durch genau dieselbe Schule gegangen sein muss. Aber sie hat die Insel letztlich wieder verlassen, nicht wahr? Das schafft doch einige Hoffnung.
So vergehen zahllose Wochen, schließlich Monate, in denen sie zahlreichen Männern, die sie in Hangaroa gesehen hat, umfassend lustvoll zu Diensten sein muss. Es wird zunehmend klar, dass sie alle mit Jean unter einer Decke stecken und ein Schweigekartell diese ganzen Unterwerfungsgeschichten zudeckt. Von dort wird ihr keine Hilfe zuteil werden, ganz gewiss nicht.
Also macht sie perspektivlos weiter wie bisher: als nackte, gehorsame „Inselhure Muriel“, deren Leben aus hüllenloser Reinigungsarbeit und sexuellen Dienstleistungen auf Jeans Insel besteht.
Schließlich erfährt „Muriel“, dass in dem Moment, in dem Jean wieder zurückkehren wird, ihr „Paradies-Urlaub“ auf der Insel beendet sein wird. So kommt es dann letztlich auch, mehr als ein Jahr nach ihrer Landung auf Bluesea III. Aber es ist durchaus nicht geplant, Muriel wieder vom Planeten wegzulassen. Stattdessen bereitet David Ashley sie schließlich auf eine „Rundreise“ vor, auf die er auch die blonde Rachel mitgenommen hat – und andere Mädchen vor ihr.
Es gäbe, deutet er an, zahlreiche reiche Inselbesitzer auf Bluesea III, die solche erlesene Unterhaltung, wie sie sie inzwischen professionell bieten könne, sehr genießen würden – die versierten Dienste einer hemmungslosen, schamlosen Inseldirne, die perfekt dressiert sei …
So dehnt sich Moniques für wenige Wochen gedachter „Paradies-Urlaub“ unkontrolliert aus, und es ist sehr zu bezweifeln, dass sie angesichts des heimlichen Macho-Klüngels, der diese paradiesische Wasserwelt beherrscht, aus dieser Paradies-Falle jemals wieder wird entkommen können …
Wie gesagt, strukturell ist der ganze Handlungsbogen schon existent. Nur die gründliche Ausarbeitung, Personencharakterisierung, Chronologie, die personelle Abfolge der auftretenden Charaktere und all die feineren Details des Settings sind noch nicht vorhanden.
Ich bin allerdings durchaus zuversichtlich, dass ich anno 2026 daran gut vorankommen werde. Für den Anfang drängen derzeit noch andere kreative Welten in den Vordergrund, sind noch Projekte und Glossare abzuschließen. Aber ziemlich sicher gehört dieses Langzeitprojekt aus dem Erotic Empire mit zu jenen Geschichten, die ich favorisiert weiter verfolgen werde.
Mit der kleinen obigen Einschränkung – es ist schwer zu sagen, welche wilden Kapriolen meine spontane Kreativität einschlägt und wie sich diese und andere Geschichten weiterentwickeln. Das Ende dieser hier ist – momentan – noch eine klassische Aporie wie in zahlreichen anderen Skripten aus diesem Universum, aber möglicherweise gibt es ja tatsächlich so etwas wie einen klaren Ausgang.
Ihn ein Happy End zu nennen, wäre vermutlich zu gewagt. Aber zumindest eine Situation, in der Monique/Muriel nicht stetig wie ein Wanderpokal weitergereicht wird.
Wir werden sehen.
Soviel für heute über das biografische Desaster von Monique Dulaine oder besser der künftigen Dirne Muriel auf Bluesea III. In der kommenden Woche schauen wir uns mal wieder im KONFLIKT 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ um und kichern bei ein paar Fehlerlese-Stellen, die ich für euch herausgesucht habe.
Bis dann, mit
Oki Stanwers Gruß,
euer Uwe.